28. August 2013, 14.30 Uhr. Frankfurt a.M.

Willi-Richter-Saal (DGB-Haus Frankfurt am Main, Wilhelm-Leuschner-Str. 69-77, 60329 Frankfurt am Main)

In den Ländern Europas, die von Nazi-Deutschland besetzt waren, erinnern sich noch heute in Tausenden von Orten Überlebende und die Familien der Opfer an die Verbrechen der Kriegs- und Besatzungszeit und an den Widerstand. Die damaligen Geschehnisse, meist mörderisch und blutig, die schließlich mit der Niederlage der Eroberer und dem Sieg der Anti-Hitler-Koalition und des Widerstandes endeten, sind Teil des kollektiven Gedächtnisses dieser Länder und werden in zahlreichen Museen und Geschichtsinstituten dokumentiert. Ungezählte Gedenkstätten, Gedenktafeln und -steine ehren die Opfer. Reisende aus Deutschland – von Ausnahmen abgesehen – besuchen die Orte und Zeichen der Erinnerung nur selten. Oft wissen sie nichts von deren Existenz. Einschlägige Informationen und Darstellungen in deutscher Sprache sind tatsächlich meist nur schwer zu finden. Sie sind zwar in wissenschaftlicher oder besonderer „Gedenk-Literatur“ enthalten, aber in der Regel schwer zugänglich oder auf Internet-Seiten zu finden, die sich auf einzelne Orte oder auf einzelne Themen beziehen.                             
Die Webseite www.gedenkorte-europa.eu will zu Besuchen dieser Gedenkorte anregen, die Wege dorthin aufzeigen und erste Informationen anbieten. Hermann Unterhinninghofen (Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945) berichtet in dieser Bildungsveranstaltung der DGB-SeniorInnen Frankfurt am Main über das Projekt und den dazugehörigen Recherchen.