Griechenland, Frankreich, Litauen und Italien sind beliebte Reiseziele für deutsche Touristen, unter ihnen viele, die außer an Landschaft, Kultur- und Kunstgeschichte auch an historisch-politischen und sozialen Fragen interessiert sind. Eine für Reisende zugängliche Zusammenfassung, die Informationen vermittelt und den Weg zu Gedenkorten beschreibt, existiert – von wenigen Ausnahmen abgesehen - bis heute nicht.

Vor allem seit Mitte der 1990er Jahre eingeleitete Gerichtsverfahren gegen Täter und die gegen die Bundesrepublik erhobenen Entschädigungsforderungen griechischer und italienischer Opfer, ebenso aber Aufklärungsarbeit in Frankreich (u. a. durch Beate und Serge Klarsfeld) haben die blinden Flecken auf der “Gedächtnis-Karte Europa” aufgedeckt und verdeutlicht, dass die Geschichte der deutschen Besatzungsverbrechen und die der Widerstandsbewegungen über Fachliteratur, Einzelbeispiele und über speziell interessierte Gruppen hinaus potenziell Interessierten kaum bekannt ist.

Das Projekt “Wegweiser Gedenkorte Europa” will diese Informationen einem breiteren Publikum zugänglich machen und dem Mangel an einer Zusammenfassung der Informationen abhelfen. Aktuell (Stand: Oktober 2017) sind über 2.240 Gedenkorte in Italien, Frankreich, Griechenland und Litauen auf der Webseite www.gedenkorte-europa.eu eingetragen. Es finden sich auf der Internetseite zudem Beiträge zum Verständnis der historischen Ereignisse sowie Sach- und biographische Stichworte. Die Einbeziehung ebenfalls von NS-Deutschland besetzten Länder Litauen und Polen wird vorbereitet.

Mitarbeiter (Stand: Oktober 2017):

  •     Thomas Altmeyer (Frankfurt)
  • Lennart Bartelheimer (Darmstadt)
  • Sabine Bade (Konstanz)
  •     Dr. Florence Hervé (Düsseldorf)
  •     Christoph Jetter (Darmstadt)
  •     Dr. Beate Kosmala (Berlin)
  •     Klaus Lörcher (Frankfurt)
  • Elke Francesca Skroblies (Delmenhorst)   
  • Dr. Hannelore Skroblies (Darmstadt)
  •     Hermann Unterhinninghofen (Frankfurt)