1.– 8. April 2017, La Bégude-de-Mazenc / Provence /Frankreich
Auf höchst unterschiedliche Weise haben sich Deutschland und Frankreich nach 1945 der kritischen Reflexion ihrer eigenen Geschichte entzogen – und die Geschichte politisch instrumentalisiert: Heroisierung des gaullistischen Widerstandes in Frankreich, der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 als Symbol für ein „anderes“ Deutschland, der kommunistische Widerstand in der DDR als Teil einer Staats- und Herrschaftsideologie.
Im Seminar sollen die Motive und Gründe der Verdunkelung und Verdrängung aufgehellt und aktuelle Entwicklungen in den „Erinnerungskulturen“ sowie die Widerstandsgeschichte der Region, die bis bis in die Tage der Hugenottenkriege zurückgeht, thematisiert werden.
Konkret geplant sind Besuche der Gedenkorte im Vercors und eine Exkursion nach Les Milles. La Bégudede-Mazenc gehört zum Kanton Dieulefit. Hier wurden während der deutschen Besatzung im II. Weltkrieg mehr als 1500 Menschen vor dem Zugriff ihrer Verfolger bewahrt und auf dem Hochplateau des Vercors sammelte die Résistance bewaffnete Widerstandskämpfer. In Dieulefit gibt es seit November 2014 ein Denkmal für den zivilen Widerstand.
Am 4.3.2017 von 10.00 – 14.00 Uhr findet in Frankfurt am Main ein Vorbereitungstreffen statt.
Kontakt, Anmeldung und weitere Informationen
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