24. März 2017, 19 Uhr, Frankfurt am Main
DER KOMMISSAR war eine außerordentlich beliebte deutsche Krimiserie, die zwischen 1969 und 1976 im ZDF ausgestrahlt wurde. Für die Selbstverständigung der Bundesrepublik über moralische Normen und Werte hatte sie eine ähnliche Bedeutung wie heutzutage der TATORT. Die Drehbücher stammten von Herbert Reinecker, der bereits in den 1930er Jahren Jugendbücher, im Krieg in einer Propagandakompanie der Waffen-SS Kriegsberichte und als überzeugter Nationalsozialist propagandistische Bühnenstücke verfasst hatte. Nach 1945 konnte er sich schnell als Drehbuchautor etablieren.
Nach einer Einführung von Haydée Mareike Haass in die Serie und die frühen Arbeiten Reineckers werden zwei Folgen aus der Serie gezeigt und diskutiert. Welche Gefühle zu teilen wird der Zuschauer eingeladen? Tradierte die Serie nationalsozialistische Wertungen und Urteilsformen? Und inwieweit setzte sie sich bewusst oder unbewusst mit Erfahrungen aus dem Nationalsozialismus auseinander?
Veranstaltungsort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus, Raum 7.312
Kontakt und weitere Informationen:
Fritz Bauer Institut, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Tel.: 069.798 322-40, Fax: 069.798 322-41, info(at)fritz-bauer-institut.de, Homepage