20. März 2017, 18 Uhr, Dresden
Seit fast vier Jahren läuft der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere mutmaßliche Unterstützer des NSU. Während es dem Gericht in erster Linie um die individuelle Schuld der Angeklagten geht, erwarten Nebenkläger und weite Teile der Öffentlichkeit eine weitreichende Aufklärung der rechtsextremen Abgründe in unserem Land. Was aber kann ein Strafprozess tatsächlich für eine historische Aufklärungsarbeit leisten?
Das Beispiel der Frankfurter Auschwitzprozesse in den 1960er Jahren und seine Rolle im Erinnerungsdiskurs zum Holocaust beleuchtet der Historiker Werner Renz, langjähriger Mitarbeiter des Fritz Bauer Instituts. Die Journalistin Heike Kleffner beobachtet seit Jahren Untersuchungsausschüsse und den Prozess zum NSU-Komplex. Die Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger hat den NSU Prozess von Beginn an begleitet. Sie berichtet über ihre mehrjährige Konfrontation mit Tätern und ihrem Umfeld und den mühsamen Weg der juristischen Aufarbeitung eines dreizehnjährigen Mordzuges durch unsere Gegenwart.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des „Forum Museum“ begleitend zu den Sonderausstellungen »Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU« (bis 7. Mai 2017) und »Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht« (9. März bis 28. Juni 2017).
Veranstaltungsort: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr,Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden
Kontakt und weitere Informationen:
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr, Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden, Tel.: 0351.82328-03, mhmeingang(at)bundeswehr.org, https://www.mhmbw.de
Fritz Bauer Institut, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Tel.: 069.798 322-40, Fax: 069.798 322-41, info(at)fritz-bauer-institut.de, Homepage