14. März 2017, 19 Uhr, Frankfurt am Main
Überlebende Juden waren nach dem Holocaust nirgendwo willkommen. Der Befreiung aus Konzentrationslagern und Zwangsarbeit folgte die Erkenntnis, dass sie in ihrer Heimat unerwünscht waren – gleichviel ob diese in Polen oder Ungarn, in der Slowakei oder Rumänien lag. Deutschland war ein Sonderfall: Hier sammelten sich unter der Obhut der U.S. Army und britischer Besatzungstruppen jene, die keine Heimat mehr hatten oder nicht in die Länder zurückkehren wollten, in denen sie gedemütigt worden waren und ihre Angehörigen verloren hatten. Doch den jüdischen »Displaced Persons« war keineswegs das Mitgefühl schuldbewusster Deutscher sicher. Im Gegenteil: Anwohner der DP-Camps beklagten sich über die Juden, und Behörden veranlassten unter dem Vorwand des Verdachts auf Schwarzmarktgeschäfte Razzien.
Veranstaltungsort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1, IG Farben-Haus, Raum 311
Kontakt und weitere Informationen:
Fritz Bauer Institut, Norbert-Wollheim-Platz 1, 60323 Frankfurt am Main, Tel.: 069.798 322-40, Fax: 069.798 322-41, info(at)fritz-bauer-institut.de, Homepage