bis 29. April 2018, Köln
Der Warschauer Aufstand vom 1. August bis 2. Oktober 1944 ist ein zentrales Ereignis des Zweiten Weltkrieges und für Polen eines der Schlüsselereignisse seiner Geschichte. Der Kampf gegen die deutschen Besatzer ist bis heute von größter Bedeutung für die nationale Identität. In Deutschland hingegen ist das Ereignis viel weniger bekannt als der Aufstand im Warschauer Ghetto im Jahr 1943.
Die Ausstellung des Museums des Warschauer Aufstands dokumentiert den 63 Tage dauernden Aufstand der Polnischen Heimatarmee (Armia Krajowa) gegen die deutsche Besatzung im Sommer 1944 und erzählt den Krieg aus polnischer Perspektive. Während des Aufstandes kam es zu einer systematischen Tötung von gefangengenommenen Aufständischen und Zivilisten, die erst nach der Kapitulation des Aufstandes aufhörte. Während der Bekämpfung des Aufstands wurde auch eine bereits zuvor geplante Zerstörung der Millionen-Stadt begonnen, die auch nach dem Ende der Kämpfe andauerte, bis die Stadt im Januar 1945 von polnischen und sowjetischen Truppen besetzt wurde.
Die größte einzelne bewaffnete Erhebung gegen das Deutsche Reich im gesamten Zweiten Weltkrieg wird in die Geschichte Warschaus ab 1918 eingebunden und erweitert damit den Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Parallel wird die schon von den Westalliierten kritisierte Rolle der Sowjetunion dargestellt: Weil Josef Stalin kein Interesse an einem Sieg der Polnischen Heimatarmee hatte, kam die Rote Armee den Aufständischen nicht zu Hilfe.
Die brutale Niederschlagung des Aufstandes 1944 durch und Polizei, Waffen-SS und Wehrmachtseinheiten mit rund 150.000 polnischen Opfern in Warschau war eines der größten deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs.
Mitveranstalter: Generalkonsulat der Republik Polen in Köln
Ausstellungsort: EL-DE-Haus, Appellhofplatz 23-25, Köln
Kontakt und weitere Informationen:
Tel.: 0221/221 26332, nsdok@stadt-koeln.de, https://museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum/default.aspx?s=915#v25187