10. April 2019, 19 Uhr, Berlin
Mit acht Jahren kommt Vilma Steindling ins jüdische Waisenhaus im Wiener 19. Bezirk. Im Alter von 16 Jahren politisiert sie sich und tritt in den Kommunistischen Jugendverband (KJV) ein. Als die Kommunistische Partei und der KJV verboten werden, folgt sie ihrem Lebensgefährten 1937 nach Paris. Nach der Besetzung Frankreichs durch die Nationalsozialisten engagiert sie sich in der Résistance. 1942 wird sie denunziert, verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Sie überlebt den Todesmarsch ins KZ Ravensbrück und wird vom schwedischen Roten Kreuz befreit.
Das Buch zeichnet den Lebensweg einer mutigen Frau nach, die für ihre Ideale ihr Leben aufs Spiel setzte und trotz schwerwiegender Traumatisierungen wieder zurück ins Leben fand. Über das Leid, das sie erfahren hatte, sprach sie wenig. In sehr persönlichen Zugängen setzen sich die Autorinnen Ruth Steindling und Claudia Erdheim auch mit der Frage auseinander, welche Folgen dies für Vilma Steindlings Kinder und Enkelkinder hatte.
Um Anmeldung bis zum 8. April 2019 per E-Mail: [email protected] oder Telefon: (030) 26 99 50 00 wird gebeten.
Veranstaltungsort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13/14, Berlin
weitere Informationen unter: https://www.orte-der-erinnerung.de/veranstaltung/ruth-steindling-vilma-steindling-eine-juedische-kommunistin-im-widerstand/