14. Februar 2019 , 19 Uhr, Berlin
Inge Deutschkron war 1956 nach Deutschland zurückgekehrt, in die damalige Hauptstadt Bonn. Sie arbeitete dort zunächst als freie Journalistin, ab 1958 als Deutschland-Korrespondentin der israelischen Zeitung MAARIV. In dieser Zeit war das Interesse an einer Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit in der Bundesrepublik Deutschland gering. Die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Vergangenheit durch bundesdeutsche Gerichte begann erst zögerlich, als die Verjährung von Tötungsdelikten drohte. Der Auschwitz-Prozess war nicht der erste, aber der historisch und politisch bedeutsamste Versuch, die Verbrechen der Nationalsozialisten strafrechtlich zu verfolgen und die Deutschen mit der Judenvernichtung zu konfrontieren. Als Korrespondentin der Tageszeitung MAARIV sah sich Inge Deutschkron vor die besondere Herausforderung gestellt, die Geschehnisse von Auschwitz einer israelischen Leserschaft zu schildern, die diese zum Teil selbst erlebt hatte. Sie hat an der Eröffnung des Prozesses im Dezember 1963, am Ortstermin in Auschwitz im Dezember 1964 und im Jahr 1964 als ständige Korrespondentin am Prozess-geschehen teilgenommen.
Um Anmeldung bis zum 11. Februar 2019 per E-Mail: [email protected] oder Telefon: (030) 26 99 50 00 wird gebeten.
Veranstaltungsort: Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13/14, Berlin
Weitere Informationen unter: https://www.orte-der-erinnerung.de/veranstaltung/inge-deutschkron-auschwitz-war-nur-ein-wort-berichte-ueber-den-frankfurter-auschwitz-prozess-1963-1965/