10. Juli 2019, 19 Uhr, Stuttgart
Vor 80 Jahren versuchte Georg Elser mit seinem Attentat auf Adolf Hitler in das Rad der Geschichte zu greifen und Unheil von der Menschheit abzuwenden. Das Protokoll seines Verhörs durch die Gestapo ist ein einzigartiges Zeugnis über diesen Handwerker aus Königsbronn. Es entsteht ein eindrucksvolles Bild seines Werdegangs, seiner Entschlossenheit zur Tat und seines Mutes zum aktiven Widerstand. Seine Aussagen und seine Bekenntnisse zu den Menschenrechten sind klar. Von der Propaganda der Nazis ließ er sich nicht beeindrucken.
In der szenischen Lesung kommt Elser selber zu Wort. In verblüffender Einfachheit wird anhand des Protokolls sein Leben von der Kindheit über den Beruf bis zu jener kritischen Zeit dargestellt, in der er den Anschlag auf Hitlers Leben am 8. November 1939 im Münchner "Bürgerbräukeller" vorbereitete und ausführte. Sehr präzise, mit Beispielen aus dem Alltag der Menschen, begründete er seine Motive. Er sah die Abschaffung der Bürgerrechte und den heraufziehenden gnadenlosen Krieg. In einer Zeit, in der sich Millionen von der Propaganda steuern ließen und dachten, man könne nichts tun, handelte der 36-jährige Schreiner aus Königsbronn.
Treffpunkt: Foyer „Hotel Silber“, Dorotheenstraße 10, 70173 Stuttgart
Kontakt und weitere Informationen:
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