Anknüpfend an den Alltag heutiger junger Menschen sollen die Nutzer/innen der Lernkisten sich mit 5 Biografien von Kindern beschäftigen, die als als Kinder in das Ghetto Theresienstadt deportiert worden sind. Auf Grundlage von schriftliche Quellen, aber auch von gefilmten Interviewsequenzen rekonstruieren die Teilnehmenden die Biografien der Kinder, vergleichen diese untereinander und mit ihrem eigenen Lebensalltag. Mit Hilfe von Gegenständen, die die Teilnehmenden an einen Zeitstrahl anlegen, wird die biografische Narration geschult und geübt. Darüber hinaus führt der Projekttag in das Thema Kinderrechte und Europäische Menschenrechtskonvention ein. Letztere ist als eine bewusste Reaktion auf die Naziverbrechen formuliert worden.

Ausgangspunkt für die Entwicklung dieser Materialien ist die Biografie von Edith Erbrich, die im Alter von 7 Jahren noch im Februar 1945 mit ihrem Vater und ihrer Schwester aus Frankfurt nach Theresienstadt deportiert wurde. Frau Erbrich ist dem Studienkreis als Ehrenmitglied eng verbunden - der Studienkreis bewegte Frau Erbrich dazu, als Zeitzeugin Schüler/innen und Schülern sowie Erwachsenen über ihre Erlebnisse zu berichten.

Projektzeitraum: 2019-2020

MitarbeiterInnen: Thomas Altmeyer, Anna-Lena Geis, Gudrun Schmidt, Lisa Schrimpf, Lena Senz, Michaela Wilhelm

Förderung durch: Stiftung Citoyen, BGAG-Stiftung