6. Februar 2020, 19 Uhr, Wiesbaden
In der Ankündigung des Vortrags heißt es: Heidelberg im Nationalsozialismus. Eine Stadt mit Tätern, Opfern, Trittbrettfahrern und teilnahmslosen Mitmachern. Nicht nur. Mit „Stille Helfer“ gehen wir auf Spurensuche. Wir suchen nach Menschen, die den Verfolgten geholfen, die sie aufgenommen, die Anteilnahme und Solidarität gezeigt, mutig und aufrecht Hilfe geleistet haben. Es waren Stadtbekannte wie Pfarrer Hermann Maas und die Ärztin Marie Clauss, aber eben auch Nachbarn, Verwandte, Kollegen, Freunde, Geistliche, Ärzte und Angestellte. Wir suchen nach ihren Motiven, ihren Einstellungen und ihrem tatsächlichen Wirken. Wir finden kleine Netzwerke, in denen sie zusammenarbeiteten. Sie wirkten im Stillen, folgten ihrem Gewissen, distanzierten sich vom Terror des Regimes und bewahrten sich ihre humane Einstellung. Es waren keine Heiligen, keine Märtyrer, keine Helden. Sie stellten sich auch danach nicht ins Rampenlicht, wurden selten gewürdigt und geehrt und häufig schnell vergessen. Sie waren „Stille Helfer“, die sich selbst in Gefahr brachten. Wir wollen die Erinnerung an sie aufrechterhalten, auch, und vor allem, um Mut zum Handeln zu machen. Jeder kann nach seinen Möglichkeiten handeln und helfen. Jeder kann sich vorbehaltlos für Verfolgte und Schutzbedürftige engagieren. Man muss es wollen und dann auch tun. Die „Stillen Helfer“ sind Teil des „guten Heidelberg“.
Veranstaltungsort: Bibliothek des Aktiven Museums Spiegelgasse, Spiegelgasse 9, Wiesbaden
Kontakt und weitere Informationen:
Stadtarchiv Wiesbaden, Im Rad 42, 65197 Wiesbaden, Tel.: 0611 31-3080, Fax: 0611 31-3977; E-Mail: [email protected]; Internet: www.wiesbaden.de/stadtarchiv