3. Juli bis 6. August 2020, Berlin
Die Retrospektive begleitet die Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ im Deutschen Historischen Museum und greift ein zentrales Ereignis im Leben der Philosophin auf.
Zu einem Zeitpunkt, als Arendt bereits hohes Ansehen als politische Denkerin genoss, wurde ihr über den Eichmann-Prozess verfasster „Bericht über die Banalität des Bösen“ zu einer der großen Herausforderungen ihres Lebens. Zum einen, weil sie als Jüdin selbst aus Deutschland vor den Nazis fliehen musste. Zum anderen, weil ihre Überlegungen zu Eichmann auf erheblichen Widerstand und auf Anfeindungen stießen.
Zu sehen sind Filme, die die Bedeutung des Eichmann-Prozesses für den sich wandelnden Umgang mit der Shoah beleuchten und Filme über Arendt selbst. Im Fokus stehen die Bundesrepublik, wo der Prozess gegen Adolf Eichmann das einsetzende Ende einer Phase der Verdrängung markierte, und Israel, wo viele der Überlebenden der Shoah zuvor oft auf Unglauben gegenüber ihren Erfahrungen gestoßen waren. Die Filme vermitteln eine Stimmung, in der auch Hannah Arendt arbeitete und über Adolf Eichmann nachdachte.
Nähere Informationen zum Programm und zu den einzelnen Filmen finden Sie Online:
https://www.dhm.de/zeughauskino/filmreihen/hannah-arendt-und-der-eichmann-prozess.html
Veranstaltungsort: ZEUGHAUSKINO, Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2, Berlin