12. Oktober 2020, 18.15 Uhr
Frankfurt am Main war vor 1933 die deutsche Stadt mit dem höchsten jüdischen Bevölkerungsanteil, die Jüdische Gemeinde war nach Berlin die zweitgrößte in Deutschland. Auch nach 1945 wurde Frankfurt, zunächst unter dem Schutz der amerikanischen Besatzungsmacht, zu einem Kristallisationspunkt jüdischen Lebens in der Bundesrepublik. Der Vortrag zeichnet die Neuanfänge und Brüche für Juden in Deutschland als Geschichte von Migrations- und Fremdheitserfahrungen nach, aus denen sich in den 1980er Jahren sowohl weithin beachtete Debatten und Konflikte als auch ein neues jüdisches Selbstbewusstsein entwickelten. Am Beispiel Frankfurts und der Juden, die dort nach 1945 lebten, zeigt sich die Widersprüchlichkeit und Komplexität der jüdischen Nachkriegsgeschichte Westdeutschlands wie unter einem Brennglas.
Veranstaltung über den Videodienst »Zoom Meetings«; Livestream auf YouTube: https://youtu.be/zDznhkiGUps
Der Referent Dr. Tobias Freimüller ist Historiker und stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts.
Informationen über Anmeldung und Zugangsdaten unter:
https://www.fritz-bauer-institut.de/veranstaltungen