23. Februar bis 13. März 2018, Celle
Seit die „Westbalkanstaaten“ zu „sicheren Herkunftsstaaten“ erklärt wurden, ist der Aufenthaltsstatus vieler in Deutschland lebender Roma gefährdet. Roma aus osteuropäischen Ländern gelten in Deutschland als Wirtschaftsflüchtlinge bzw. Asylbetrüger_innen. Dabei wird weder berücksichtigt, dass gerade die Vertreibungen und Enteignungen von Roma während des Kosovokrieges, der mit deutscher Unterstützung geführt wurde, zu ihrer Flucht geführt haben, noch, dass es sich bei diesen Personen häufig um die Nachkommen von Holocaust-Opfern handelt. Die Folgen des Krieges und der Nationalismus der Mehrheitsbevölkerung machen es Roma unmöglich, in den Ländern Ex-Jugoslawiens ein sicheres Leben aufzubauen.
Die Ausstellung des Roma Antidiscrimination Network zeigt die Bleiberechtskämpfe von in Deutschland lebenden Roma und die Situation von aus Deutschland abgeschobenen Roma in den vermeintlich sicheren Westbalkanstaaten.
Ausstellungsort: VHS Celle, Trift 20, 29221 Celle
Kontakt und weitere Informationen:
Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Im Güldenen Winkel 8, 29223 Celle, Tel.: +49 (0) 5141 – 933 55-11, Fax: +49 (0) 5141 – 933 55-33, [email protected], www.stiftung-ng.de; https://www.stiftung-ng.de/de/aktuell/veranstaltungen/