21. März 2018, 18 Uhr, Hamburg
Im Sommer 1934 verfassten frühe Nationalsozialistinnen ihre Lebensgeschichten. Im Zuge eines vermeintlichen Aufsatzwettbewerbs mit der Fragestellung „Warum ich vor 1933 der NSDAP beigetreten bin“ – der sich als Datenerhebung des Soziologen Theodore Abel herausstellte – wurden insgesamt 600 Zuschriften eingesandt. 36 stammten aus der Feder von Frauen. Diese sogenannten „alten Kämpferinnen“ waren Durchschnittsbürgerinnen mit zeittypischen Biographien. Nach dem Machtantritt der NSDAP wollten sie ihre Beteiligung an diesem Erfolg ausdrücken.
Die autobiografischen Essays wurden erstmals von Katja Kosubek in einer Quellenedition vollständig veröffentlicht. Durch die Freimütigkeit der Verfasserinnen eröffnen sie einen unmittelbaren Zugang zum allmählichen Aufstieg der NSDAP Ende der 1920er Jahre.
Nach einer Einführung durch Katja Kosubek werden in einer szenischen Lesung drei der biografischen Quellen vorgestellt.
Veranstaltungsort: Gedenkstätte Plattenhaus Poppenbüttel, Kritenbarg 8, 22391 Hamburg
Kontakt und weitere Informationen: Dr. Iris Groschek, Telefon: 040 428131521E-Mail: [email protected], http://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/calendar/2018/03/