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18. April 2018, 19 Uhr, Schwalmstadt
Der eigene Vater ein früherer Nazi? Für viele Familienangehörige ist diese Vorstellung bis heute unerträglich. Seit den 1980er Jahren wurde die Vergangenheit der „Naziväter“ auch zum Gegenstand literarischer Betrachtung.
In seiner Lesung widmet sich Wolfgang Jeske dieser Thematik. Er verarbeitet Zusammenschnitte aus Büchern, in denen sich drei junge Männer mit der Nazi-Vergangenheit ihrer Väter auseinandersetzen. Dabei bedienen sich die Autoren ganz unterschiedlicher Zugänge: sie reichen vom Versuch, den Vater trotz seiner Vergangenheit zu lieben, bis hin zum Fund längst verstaubter Briefe, die erst nach dem Tod des Vaters Licht ins Dunkel bringen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie es versäumt haben, ihre Väter zu befragen, um Antworten zu finden.
Musikalisch begleitet wird die Lesung von dem Cellisten, Bernd Teichgräber.
Kontakt und weitere Informationen:
Gedenkstätte und Museum Trutzhain, Seilerweg 1, 34613 Schwalmstadt, Telefon: 06691/710662, [email protected], http://www.gedenkstaette-trutzhain.de/aktuelles/