23. März 2026

Thema des 3. verdi-Frauensalons:
Gertrud Liebig/Grünewald - Frankfurter Gewerkschaftsjugendliche im Kampf gegen die Nazis
Gertrud Liebig ist zusammen mit anderen Gewerkschaftsjugendlichen in Frankfurt bereits vor 1933 gegen die aufkommenden Nazis aktiv. Die Jugendlichen sind im Zentralverband der Angestellten (ZdA) organisiert, arbeiten parteiübergreifend und versuchen, durch Aktionen, Veranstaltungen und Schulungen Auszubildende und junge Angestellte von der Gefährlichkeit der Nazis zu überzeugen. Ihr Engagement bringt sie auch in Konflikte mit älteren Gewerkschaftern, Parteiführern und der Polizei. Die Gruppe wird verraten, Gertrud und andere Gruppenmitglieder werden verhaftet. Wieder in Freiheit ist Gertrud besonders mutig - sie fährt nach Berlin zur Gestapo und erreicht die Freilassung ihres Freundes Paul Grünewald aus dem KZ Buchenwald. Die jungen Leute überleben die Nazizeit. Nach Kriegsende engagiert sich Gertrud weiter politisch - die Mitglieder der ehemaligen Jugendgruppe halten zeitlebens Kontakt.
Der Abend gibt Einblick in Gertruds Lebensgeschichte, ihre Gewerkschaftsarbeit, ihre Erfahrungen als junges Mädchen im Widerstand gegen die Nazis und in die damaligen politischen Verhältnisse.
was: verdi-Frauensalon am 23.3.26 um 18.30 Uhr
wo: Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt
Eine Kooperationsveranstaltung vom Frauenrat der Gewerkschaft verdi Bezirk Frankfurt am Main und Region, Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 und Club Voltaire
mit Gudrun Schmidt, Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945
Der Eintritt ist frei.
Eingeladen sind alle interessierten Frauen.
Anmeldung bitte unter: pitzsa@web.de