20 Aug. Ehrung Edith Erbrich
Unser Ehrenmitglied Edith Erbrich, Theresienstadt-Überlebende und Zeitzeugin wurde am 17. August 2026 als Anerkennung ihrer besonderen Verdienste vom Oberbürgermeister Mike Josef mit der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet. Gudrun Schmidt, Vorstandsmitglied des Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945, hielt die Laudatio.
Edith Erbrich ist seit vielen Jahren als Zeitzeugin aktiv. Sie berichtet in Schulen, Jugendzentren, Universitäten und bei öffentlichen Veranstaltungen von ihren Erfahrungen. Eng verbunden ist sie mit dem Studienkreis Deutscher Widerstand 1933–1945, nicht zuletzt über die Wanderausstellung „Kinder im KZ Theresienstadt“ und einem begleitenden Lernkoffer für die pädagogische Arbeit in Schulen. Sie setzte sich darüber hinaus dafür ein, dass am ehemaligen Standort der Großmarkthalle dauerhaft an die Deportationen der Frankfurter Jüdinnen und Juden erinnert wird. Zudem war sie an der Einweihung einer Gedenktafel an der Europäischen Zentralbank beteiligt.
Nachdem Edith Erbrich 2007 mit dem Bundesverdienstkreuz und 2026 mit dem Hessischen Verdienstorden bereits ausgezeichnet worden ist, freuen wir uns, dass das Engagement der gebürtigen Frankfurterin nun auch mit einer Auszeichnung ihrer Heimatstadt geehrt wird.
Bildnachweis© Stadt Frankfurt am Main, Foto: Salome Roessler