WEIMAR

In Kooperation mit dem Kunstfest Weimar widmet sich das FORUM „In Gesellschaft.“ den Möglichkeiten von Widerstand im Kontext der NS-Zwangsarbeit und des Zweiten Weltkriegs.
„Widerstand“ – kaum ein Begriff ist erinnerungspolitisch wie inhaltlich so vieldeutig und umstritten. Taugt er doch zur Meistererzählung genauso wie zur persönlichen Legendenbildung. Über Widerstand zu sprechen kann opportun sein, manchmal unbequem, zuweilen unpassend, oft missverständlich. Zugleich eröffnet die Auseinandersetzung mit Widerstand wichtige Fragen: Wer leistete unter den Bedingungen nationalsozialistischer Gewalt Widerstand – und in welcher Form? Welche Geschichten sind heute bekannt, welche bleiben unsichtbar? Und wer erinnert sich eigentlich an wen?
Spuren des Widerstands sichtbar machen
Im FORUM am 27. August 2026 schauen wir auf Orte der NS-Verfolgung und Zwangsarbeit, die nicht nur die Möglichkeiten von Widerstand neu zur Diskussion stellen, sondern auch nach neuen gegenwärtigen Erzählweisen suchen. Welche Mittel braucht es, um Spuren sichtbar zu machen und historische Reflexion zu fördern? Welche Deutungen bieten uns Kunst, Theater und Gedenkstätten an?
Im Gespräch begegnen einander Thomas Altmeyer (Politikwissenschaftler, Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-1945 & Geschichtsort Adlerwerke, Frankfurt/Main), Nadine Jessen (Dramaturgin und Kuratorin, Kampnagel, Hamburg) und Tatiana Liani (Komparatistin, Aristoteles Universität von Thessaloniki), moderiert von Nora Hespers.