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Frank­furt 1946

17. November um 18:00

Die ers­ten Jah­re nach dem En­de der NS-Herr­schaft wa­ren in Frank­furt am Main ei­ne Zeit voll­kom­men un­ter­schied­li­cher Er­fah­run­gen. Die gro­ße Mehr­heit der Deut­schen sah sich in­mit­ten des Zu­sam­men­bruchs ih­rer Le­bens­mög­lich­kei­ten und Zu­kunfts­plä­ne be­raubt; vie­le wa­ren zu­gleich von Krieg, Flucht und Ver­trei­bung be­trof­fen. Die Über­le­ben­den der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­fol­gung wa­ren auf der Su­che nach ei­nem neu­en Le­ben. Die zu­rück­keh­ren­den Ak­ti­ven des Wi­der­stands ge­gen die NS-Herr­schaft kämpf­ten für ei­nen de­mo­kra­ti­schen Neubeginn.

Frank­furt war in die­sen Jah­ren ein Ort, an dem die­se Er­fah­run­gen un­mit­tel­bar auf­ein­an­der­tra­fen: Ver­fol­gung und Rück­kehr, Wie­der­auf­bau und Ver­drän­gung, de­mo­kra­ti­scher Auf­bruch, an­ti­fa­schis­ti­sche Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und al­te Kontinuitäten.

Drei der vie­len Per­spek­ti­ven wer­den bei die­ser Ver­an­stal­tung vor­ge­stellt und auf ih­re Be­deu­tung für un­se­re Ge­gen­wart befragt.

Vor­trä­ge:
Dr. Tho­mas Bau­er (In­sti­tut für Stadt­ge­schich­te): Ober­bür­ger­meis­ter Wal­ter Kolb und der de­mo­kra­ti­sche Neu­be­ginn in Frank­furt am Main
Dr. Ka­tha­ri­na Sten­gel (His­to­ri­ke­rin): Die „Ver­ei­ni­gung der Ver­folg­ten des Na­zi­re­gimes“ in den ers­ten Jah­ren und ih­re Ak­ti­ven in Frankfurt
Per­cy Herr­mann (Goe­the Uni­ver­si­tät): Zum Ver­hält­nis der jü­di­schen Dis­pla­ced Per­sons zur Stadt und Stadtgesellschaft

Mo­de­ra­ti­on: Prof. Rei­ner Di­ede­rich (Kunst­Ge­sell­schaft)

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